Back in Germany

Ihr Lieben, ewig habe ich mich jetzt nicht gemeldet… Erst wars der Abschieds- und Abreiseschmerz /-stress ( 😉 ) , dann der umgekehrte Kulturschock. Erstmal vorweg: Mir geht’s super, ich bin gesund und munter wieder auf Deutschem Boden und versuche, Euch mal einen groben Überblick der letzten Wochen zu geben.

Der Juni, mein letzter Monat in den Staaten, ging wie im Flug vorbei. Da wir mit Monatsbeginn Ferien bekommen hatten, durfte ich noch ein paar Tage mit meiner Gastfamilie in McCall verbringen, ein beliebtes Urlaubsziel aller Idahoans mit großem See und den schönen Bergen drumherum.

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Der Mini-Urlaub war für uns 6 wirklich eine tolle Zeit, die wir nur für uns hatten und richtig genießen konnten!

Außerdem hatte ich natürlich noch ein paar andere Dinge auf meiner ‚Must do‘ Liste stehen, die ich jetzt in den letzten Tagen unbedingt noch machen/sehen wollte. Unter anderem standen noch die Shoshone Falls aus, ein riesiger Wasserfall (angeblich sogar breiter und tiefer als die Niagara Fälle… 😉 ) und das nur eine Stunde von Nampa entfernt!

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Kurz: Ich habe so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie und den Freunden verbracht – mit Letzteren leider viel zu viel am Flughafen. Ich mit meinem Abreisedatum am 26.Juni war wirklich die Allerletzte, und meine internationalen Freunde musste ich somit alle vor meinem Abflug verabschieden. Trotzdem waren die letzten Wochen nochmal wunderschön und ich kann sagen, dass ich wirklich nochmal alles rausgeholt habe.

Und dann kam der Tag, an dem ich selber am Gate stand, das Gepäck aufgegeben und meine Liebsten um mich herum. Abschied in Deutschland zu nehmen ist mir ja schon schwergefallen, aber jetzt Goodbye zu sagen und nicht zu wissen, wann man sich das nächste Mal sehen kann war noch zehnmal schwerer. Aber: „How lucky am I to have people in my life that make saying goodbye so hard.“

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Nach über 24 Stunden Heimreise – die irgendwie doch viel schneller rumgehen als es erstmal klingt- bin ich dann aber wohlbehalten in Frankfurt gelandet und wurde liebevoll in Empfang genommen. ❤

Was ein komisches Gefühl, nach fast einem Jahr wieder nach Hause zu kommen, deine Eltern um dich herum zu haben, deutsches Brot zu essen,… Irgendwie hat sich alles und doch nichts verändert. Vielleicht sehe ich jetzt alles durch andere Augen, nicht die Umgebung hat sich verändert sondern meine Sichtweise. Ich bin super happy dass alles gut läuft hier, trotz Veränderungen meiner- und auch andererseits! Veränderungen bedeuten ja nichts negatives, und ein Mensch bleibt immer noch derselbe, wenn auch vielleicht mit neuen Seiten die man erst entdecken und verstehen muss.

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Und jetzt, mal ein dickes fettes DANKESCHÖN an Alle, die das hier gerade lesen. Ihr alle habt mich wirklich überwältigt, wie fleißig meine neuen Beiträge immer gelesen, kommentiert und geteilt wurden – wow! Vielen Dank für die tolle Unterstützung und Euer Interesse, Ihr wisst garnicht wie ich mich gefreut habe. ❤ ❤ ❤

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Mai

Angefangen hat der Mai mit einem Event dass so ziemlich das Highlight eines jeden Austauschschülers ist (oder vielleicht besser gesagt – einer jeden Austauschschülerin 😉 ) : Prom! Der Highschool-Ball wird hier in den USA sehr ausführlich zelebriert, angefangen mit dem Prozess dass das Mädchen von einem Jungen in  hoffentlich kreativer Art und Weise gefragt wird, ob sie mit ihm zum Prom gehen möchte; über Kleid-shopping (das ist fast komplizierter als Brautkleid-suche meine Lieben); und dann natürlich der Tag der Tage… Falls Ihr das mittlerweile noch nicht rausgehört/-gelesen habt, ist mir passiert was passieren musste – ich bin auf Wolke 7 gelandet 🙂 Und obwohl der junge Mann noch nicht mal Amerikaner ist, hat er die Prom-Prüfung erfolgreich bestanden und wir hatten einen echt wunderschönen Abend!

 

 

Außerdem habe ich Anfang des Monats im Rahmen meiner College Biology Klasse die Chance bekommen, an einer Leichensizierung teilzunehmen. Nach einem Schuljahr mit intensivsten Details über den menschlichen Körper war diese Erfahrung ein richtig interessanter und lehrreicher Abschluss – und zu meiner Überraschung überhaupt nicht seltsam oder ekelhaft. Unsere Klasse hat eines der Colleges hier in Nampa besucht und unter Leitung der dortigen Medizinstudenten die Sizierung durchgeführt. Für mich war der Tag wirklich eine besondere Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde.

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Nach der Leichensizierung am College ‚durften‘ wir dann die nächsten drei Wochen Katzen sizieren – da verschone ich Euch jetzt aber mit Bildern. Unvorstellbar an Deutschen Schulen war aber auch das eine lehrreiche Erfahrung. Die gelernten Informationen in ‚live‘ zu sehen und entdecken hilft wirklich 100mal mehr als alles auswending zu lernen!

Außerdem sehen durfte ich noch mehr von Idaho. Zusammen mit tollen Menschen war ich campen am Red Fish Lake und hatte, so ganz abgeschnitten von der Außenwelt ohne Internet, fließendes Wasser und Make-up, ein wundervolles Wochenende. Die Berge, „Sawtooth Mountains“, werden übrigens auch die Alpen Amerikas genannt 😉

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Zwischen weiteren, mehr oder weniger aufregenden Ereignissen (Krankenhausaufenthalte von Freunden, die leider nur mehr meine negativen Erfahrungen mit dem U.S. Gesundheitssystem unterstrichen haben; Roadtrips mit Freunden; Shopping 😉 ; etc.) wurde dann viel Zeit mit Lernen verbracht. Da ich ja hier in der Schule als Senior gezählt werde – also im Abschlussjahrgang bin- habe ich quasi mein Amerikanisches Abi gemacht und das war stressig (wenn auch lange nicht so stressig wie Abitur in Deutschland 😮 ) aber eine gute Erfahrung. Ich musste mal wieder feststellen, wie sehr mein Talent, Dinge aufzuschieben zum Verhängnis werden kann… 😀 Keine Sorge, ich hab alles geschafft und sogar ziemlich gut abgeschnitten! Und dann, nach zwei Wochen Stress und Studieren auf Hochtouren kam der Tag der Tage: Graduation! So ziemlich jeder kennt wahrscheinlich das typische ‚Cap & Gown‘ Outfit und die traditionelle Zeremonie, und ich kann bestätigen dass meine Graduation wirklich ziemlich genau so wie in den Filmen abgelaufen ist. Leider habe ich die offiziellen Bilder  (noch) nicht bekommen, aber hier gibt es ein paar Handy-Schnappschüsse:

Ich kann nicht glauben, dass mein Schuljahr hier auf der Victory Charter High School tatsächlich schon zu Ende ist. Wer sich noch an die Schul-Blogposts erinnert, weiß dass ich trotz vieler Unterschiede die Amerikanische Unterrichtsweise sehr genossen habe und die Schule eine bedeutende Rolle in meinen Erfahrungen spielt. Ich bin so unbeschreiblich dankbar, dass die Schule so vielen internationalen Schülern, ‚foreigns‘ wie wir liebevoll genannt werden, die Möglichkeit gibt, ein Jahr authentisches Amerika zu erleben und uns unterstützt wo sie nur kann. So viele Menschen habe ich auf dem Schulcampus getroffen, Freundschaften geknüpft, habe gelernt, gezweifelt, gelacht und bin gewachsen.

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Jetzt ist mein letzter Monat dieses Austauschjahres angebrochen. Es ist quasi unmöglich, die Gefühle und Gedanken die in mir vorgehen zu beschreiben. Ich freue mich so sehr, zurück zu kehren, nach Hause. Aber – Zuhause, dass ist jetzt nicht mehr nur ein Ort. Und deshalb fällt der Abschied so schwer. Ich genieße meine letzten Wochen hier so gut wie ich kann, nutze jede Chance die sich mir bietet, und lebe den Moment. Bis Bald!

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April

Mit dem 1. April ist die Skisaison – sehr zu meinem Bedauern-  zu einem Ende gekommen. Ich kann ganz ehrlich sagen, dass Skifahren in den Gebirgen Idahos eine meiner Lieblingserfahrungen war. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl auf dem Gipfel zu stehen, die Stadt zu deinen Füßen, und zu realisieren wie klein und unbedeutend du doch eigentlich bist. Ich glaube, wir alle tendieren manchmal dazu, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Momente wie diese, wenn der kalte Wind Tränen in die Augen treibt und wie kleine Nadelstiche auf der Haut schmerzt, bringen mich zurück auf den Boden der Tatsachen. Auch wenn sich Skifahren manchmal fast ein bisschen nach Fliegen anfühlt, es schafft es jedes Mal, mich tief mit der Erde zu verbinden.

 

Außerdem zu einem Ende kommen musste leider die Track-Season. Erinnert ihr euch noch an meinen Unfall im Dezember? Ich habe meinen Knöchel verletzt gehabt, und war ganz optimistisch dass alles ganz schnell wieder gut wird… naja, leider war ich etwas zu voreilig. Ärzte haben seltsamerweise immer noch nicht herausgefunden, was genau das Problem ist, aber ich musste gezwungenermaßen mit jeglichem Joggen/Rennen/Sprinten aufhören. Ein Rückschlag für mich, und die Entscheidung ist mir bestimmt nicht leicht gefallen. Aber Gesundheit geht immer vor!

Und dann hab ich mich zwischen all dem auch noch von meiner langen Mähne getrennt! Ewig hatte ich hin und her überlegt- Haare ab? Oder doch lieber bei lang bleiben? Oder doch ab? Oder lang? Schlussendlich habe ich mich dann endlich überwunden und fühle mich super wohl. Manchmal muss einfach eine Veränderung her, und die letzten Wochen habe ich mich selber nicht mehr sehen können. Es ist ein bisschen wie Metamorphose… ich, meine Denkweisen, meine Persönlichkeit haben sich verändert, und ich hatte das Gefühl, ich muss das jetzt auch optisch klar machen.

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Seit dem 2. Semester bin ich ja Teil unseres Schulchors, und Anfang April sind wir als letzte Vorbereitung auf das jährliche State-Festival auf einen Kurztrip nach Utah gefahren. Ich war super gespannt für immerhin drei Tage einen anderen Staat zu besichtigen und habe es echt genossen. Naja, so anders siehts in Utah – Idaho’s Nachbarstaat- natürlich nicht aus… Aber da der größte Anteil an Mormonen aus ganz USA in Utah lebt, findet man dementsprechend viele Tempel, die zum Teil echt architektonische Highlights bieten.

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Das böse Sprichwort über April-Wetter trifft hier in Idaho nicht wirklich zu… Außer ein, zwei bewölkten Tagen war dieser Monat wirklich fast schon Sommer! Also wurden die Wochenenden und freien Nachmittage so viel wie möglich im Freien verbracht.

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Ich habe eine nette Nachricht von meiner amerikanischen Organisation bekommen: „Dein Jahr in Amerika ist fast vorbei. Jetzt ist die Zeit, um die letzten Dinge auf deiner To-Do Liste abzuhaken!“  Wahrscheinlich habe ich mittlerweile oft genug betont dass mein Zeitgefühl völlig außer Kontrolle geraten ist. Und ich werde erst realisieren dass all dies hier zum Ende kommt, wenn ich im Flugzeug in Richtung Deutschland sitze. Wer weiß, vielleicht noch nicht mal dann… Aber so lange nehme ich mir den Rat zu Herzen, genieße jeden Tag hier und bin einfach nur unglaublich froh und dankbar, hier sein zu dürfen.

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What I learned being an Exchange Student

Meine Zeit als Austauschschüler neigt sich leider immer mehr dem Ende zu – und je näher das Abreisedatum rückt, desto mehr Fragen kommen auf: Was hat sich die letzten Monate verändert? Habe ich mich verändert? Ich finde es super schwer, selber zu beurteilen ob, und wie man sich verändert hat. Allerdings kann ich definitiv sagen, dass ich viel Neues gelernt habe – nicht nur sprachlich gesehen, sondern vor Allem auch übers Leben, Menschen, und über mich.

My time as exchange student is almost over now, and I’ve been starting to think about these past months more and more: What did change during this year? Did I change? Honestly, there’s nothing harder than realizing if your personality changed. But, I can definitely say that I learned so much here – not only in language; but more importantly about life, people, and about myself.

  1. YOU ARE STRONGER THAN YOU THINK

Eine Reise zu betreten, dessen Ziel du nur vom Namen her kennst, um mit Menschen zu leben, die du nie bevor getroffen hast, verlangt viel Mut. Und dann wirst du fast jeden Tag mit neuen, unbekannten Sitationen konfrontiert; kannst vielleicht nicht mal wirklich deine Gedanken und Gefühle in Worte fassen (zumindest am Anfang deiner Reise); und du wirst diese Momente haben, in denen du dich fragst, wie du jemals auf die Idee kommen konntest, ein Austauschjahr zu machen. Die gute Nachricht ist, dass du all das bewältigst, und sogar noch viel mehr. Der Glaube an dich selbst, und weiter zu laufen, egal wie steinig der Weg auch gerade sein mag, das habe ich dieses Jahr gelernt. Es ist okay, zu stolpern und stürzen, solange du auch wieder aufstehst.

Coming to a country you’ve never been to before to live with people you never ever met – that takes braveness. Being here, you are confronted with new situations almost every day; you may struggle with expressing your thoughts and feelings (at least the first couple of weeks); and there will be moments where you ask yourself how you could ever even had that crazy idea to become exchange student. But good news is that you can do all of this, and even more. Believing in yourself and keep going, that’s what I learned within this year. It is okay to fall down, as long as you stand up again. 

2. HOME IS WHERE THE HEART IS

Zuhause war für mich immer ein bestimmter Ort. Ein Ort, zu dem du jederzeit zurückkommen kannst, die Tür hinter dir schließt und sicher bist. Aber mittlerweile glaube ich, dass vieles ein zuhause sein kann. Es ist viel mehr ein Gefühl, als ein Ort. Zuhause bist du da, wo dein Herz, deine Liebe steckt. Home is where the heart is.

I always thought of home as a fixed place, somewhere you can always return to, close the door and feel safe. But I learned that home can be many places. It doesn’t only have to be a location. Maybe it’s more of a feeling, emotions. Home is where the heart is.

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3. IT’S ABOUT THE LITTLE THINGS

So oft werde ich nach meiner liebsten Erinnerung, nach dem besten Erlebnis hier gefragt. Aber wie soll ich das beantworten? So viel ist passiert die letzten 8 Monate. Und damit meine ich nicht, dass mein Leben plötzlich nur noch aufregend und abenteuerlich ist, weil ich jetzt Austauschschüler bin. Aber so viele Kleinigkeiten, die ich hier erlebe, sind im Endeffekt was mich glücklich macht. Ich verstehe jetzt, dass Dankbarkeit der Schlüssel zum Glücklichsein ist. Und umso dankbarer wir sind, desto mehr gibt es, für das wir dankbar sein können.

People often ask what my favorite memory has been so far. I seriously cannot answer that question. When thinking back these past 8 months there is so much. And I don’t mean that the most crazy, exciting things happen to me every day, just because I’m exchange student now. But there are so many little things that happen to me and brighten up my days. Gratefulness is the key to happiness. I learned that the more grateful you are, the more you have to be grateful for.

4. GOOD THINGS HAPPEN OUT OF YOUR COMFORT ZONE

Es ist so schön, wenn alles einfach ist. Aber ganz ehrlich, wenn alles immer einfach wäre, würden wir doch nie etwas lernen. Du wirst fallen, Fehler machen. Lernen wir nicht aus Fehlern? Und ja, es kostet Überwindung, etwas Neues, Unbekanntes zu tun; zu wissen dass du eventuell scheitern könntest. Und es ist bestimmt nicht einfach, den langen, mühseligen Umweg anstatt des altbekannten Pfades zu wählen. Aber, egal wie lange es dich vielleicht brauchen wird, bitte komm raus aus deinem Schneckenhaus. Da draußen gibt es so viel zu entdecken! Dein eigener Garten mag noch so schön sein, neue Pflanzen kannst du nur sähen, wenn du das Gatter öffnest und dich heraustraust.

Being comfortable is nice and easy. But honestly, if we’d all be comfortable all the time, we would probably never learn anything. You learn from being challenged. Yes, it may be hard in the beginning, and it takes more encouragement to choose the hard way instead of the short and easy one. But- do the one step out of your own little world. There’s so much to see out there, and good things will happen once you get over yourself. The comfort zone is a beautiful place, but nothing ever grows in there.

5. BEING YOURSELF IS THE BEST YOU CAN BE

Wenn es jemals möglich wäre, meinem jüngeren Ich einen Rat zu geben- es wäre, an mich selbst zu glauben. Die meisten Menschen um mich herum haben es vielleicht gar nicht so wahrgenommen, und für lange Zeit habe nicht mal ich selber es realisiert. Ich hatte solche Angst, meine Meinung zu sagen- habe immer nur den Kopf genickt und nie mal mit dem Fuß aufgestampft. Aber ist das nicht eigentlich alles eine große Lüge? Und mittlerweile habe ich verstanden, dass es immer jemanden geben wird, der anders denkt als du – und dass ist auch gut so! Der Unterschied ist, dass ich mittlerweile kein Problem mehr damit habe, wer ich bin, und vor allem habe ich kein Problem damit, das zu zeigen. Ich glaube an mich selbst, und daran, dass mein Körper und Verstand mir schon zeigen, was ich brauche und möchte.

If I’d ever be able to give my younger self one advise, it would be to believe in myself. Thinking back, I was such an insecure girl. Most people around me may did not realize, and, for the longest time, I didn’t either. I was so scared of sharing my own opinion and getting judged, that I was such a pleaser and mainstream-follower. But how can you be happy with doing that – basically lying to yourself and people surrounding you? I finally understand that there will always be people that won’t like what you think or do. But why should I care? It does not matter anymore – as long as I believe in myself and the things I do.

6. TIME IS EVERYTHING

Als Austauschschüler versteht man plötzlich, wie kostbar Zeit ist. Wenn wir Menschen eines nicht können, dann ist das Zeit zu kontrollieren. Die Welt dreht sich weiter, ob mit oder ohne dich. Und alles, was du machen kannst: Jeden Tag genießen als wäre es dein Letzter. Verschwende deine Zeit nicht mit Nichtstun, denn du wirst es spätestens dann bereuen, wenn alles zu einem Ende kommt.

As exchange student you realize how fast time goes by. There is such thing that is impossible for any human being, and that is to control time. Life always goes on, with or without you. All you can do about that is enjoying every single day as if it is your last one. Don’t waste time being doing nothing, because you are gonna regret it once your time comes to an end.

 

 

März

Der Frühling ist da! Kaum zu glauben, aber tatsächlich hat sich die Sonne nach den kalten Wintermonaten wieder herausgetraut… Ich finde es schon verrückt, wie glücklich uns ein paar Lichtstrahlen machen können. Und weil es im März so überraschend viel davon gab, waren die letzten Wochen wirklich sehr schön.

Endlich hat die Track-Season angefangen! Wie schon berichtet, steht Sport unter dem Motto ‚Ganz oder Garnicht‘. Ganz bedeutet in unserem Fall jetzt 6-mal die Woche Training… Das gab erstmal schönen Muskelkater die erste Woche 😀 Natürlich nimmt so ein intensives Training viel Freizeit in Anspruch, aber es ist dank einem echt lustigem Team und einem tollen Trainer-Team mit viel Spaß verbunden und fühlt sich eigentlich (fast) wie Freizeit an 🙂

Außerdem ging im März das 3. Quarter zu Ende – Projekte, Prüfungen, Facharbeiten… Ich musste mal wieder feststellen, dass mein Talent Dinge aufzuschieben, manchmal echt blöd enden kann… Nämlich dann, wenn man sämtliche Aufsätze am selben Abend schreiben muss 😀 Also ein Punkt, an dem ich an mir arbeiten muss und will; ich werde im April berichten wie es klappt.

Nach dem ganzen Stress gab es dann Ende März endlich Ferien – und Ostern! Anstatt Eier färben wurden hier Cookies dekoriert, und der amerikanische Osterhase bringt mit Süßigkeiten gefüllte Plastikeier, aber am Ende des Tages spielt das doch alles gar keine Rolle – wichtig war, dass wir einen schönen Tag mit der ganzen Family hatten!

 

Zwei Wochen Ferien waren wirklich ein Traum – weil wir dank dem perfekten Wetter so viel Tolles unternehmen konnten.Von langen Nächten am Lagerfeuer und Sternen zählen, bis zu Bootstouren auf dem See war alles dabei und ich hab mich noch ein weiteres Mal in mein #idahome verliebt…

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Ich weiß nicht, was ich ohne die wundervollen Menschen machen würde, die ich hier kennenlernen durfte. „Friends are the family we choose“, ich glaube, dieses Sprichwort ist wirklich wahr. Eine der größten Sorgen die ich vor diesem Jahr hatte, war, dass es schwierig werden würde ‚wahre‘ Freunde zu finden. Die Zeit ist begrenzt, und Freundschaft ist etwas, das oft mehr als nur ein paar Wochen braucht. Etwas, das mit der Zeit immer besser wird; wächst und gedeiht. Aber, ich habe gelernt, dass ein paar Wochen manchmal genug sind.

Genug, um Menschen lieben zu lernen, mit all ihren Facetten. Und zu wissen, dass deine Liebe erwidert wird, ohne Bedingungen. Wir alle leben verstreut in den verschiedensten Ländern dieser Welt, und wer weiß wann wir uns das nächste Mal in die Arme schließen können!? Aber wir genießen den Moment; das hier und jetzt. Wir hören auf, Tage zu zählen- stattdessen kreieren wir Erinnerungen, an die wir später gerne zurückdenken werden.

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Februar

Februar – man gewöhnt sich so langsam an die neue Jahreszahl, man feiert die Liebe, man bekommt einen kleinen Vorgeschmack auf wärmere Tage. Und irgendwie ist es ein komischer Monat, eine Brücke zwischen Winter und Frühling, 29 Tage warten auf etwas, von dem man selber nicht so genau weiß was.

Aber ich will nicht mehr warten, habe ich beschlossen. Erinnert ihr euch noch? Mein Jahresvorsatz- weniger warten, mehr machen. Nicht immer darüber nachdenken, was morgen passieren könnte oder gestern passiert ist. Den Moment genießen. Und jetzt kann ich sagen, dass mir das im letzten Monat ziemlich gut gelungen ist.

Lachen, bis alles wehtut und man keine Luft mehr bekommt. Das Gesicht in die Sonne strecken und einfach nur glücklich sein. Diese eine Person anschauen und ein Kribbeln im Bauch spüren. Manchmal wache ich immer noch auf und muss mir selber in den Arm kneifen. Es gibt Tage, da habe ich keine Zeit zum nachdenken, da geht es von einem Event zum anderen und abends falle ich ins Bett und schlafe sofort ein. Ich lebe den Moment, und ich liebe es. Und wenn ich nach längerer Zeit mal wieder ein bisschen zur Ruhe komme, realisiere ich wie verdammt gut es mir geht.

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Okay, wir alle haben mal einen schlechten Tag. Aber wenn ich darüber nachdenke: Wie wüssten wir gute Tage zu schätzen wissen, wenn wir keine schlechten Tage haben? Also, zugegeben hatte der Februar auch ein paar echt blöde Momente, die aber einfach nur die guten Momente besser gemacht haben.

Gute Momente, wie spontan nach der Schule die Sachen ins Auto packen und Skifahren gehen. Die Sonne scheint, über Nacht hats geschneit, und Hausaufgaben können wir auch noch morgen machen! Oder einen Roadtrip machen und ‚wandern‘ gehen. Und am Ziel angekommen einfach nur den Ausblick genießen, und den Wind in den Haaren spüren.

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Ich fühle mich zuhause; kenne mich in den Straßen rund um Nampa aus; finde den Lichtschalter im Haus auch im Dunklen. Jede Woche, die ich hier verbringe, lässt mich mehr verankern mit diesem Land, mit den Menschen die mich umgeben. Und es ist ein beängstigendes Gefühl zu wissen, dass die Zahl der Tage, die ich hier verbracht habe mittlerweile größer ist, als die Zahl der Tage die mir noch verbleiben.

Danke, Februar. Danke dass du mich zum Lachen gebracht hast; danke für den Sonnenschein, und danke für den Wind, der in meinem Rücken ist und mich voran treibt, aber auch mal in mein Gesicht bläst wenn ich es brauche!

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Januar

Der Januar steht doch irgendwie immer für einen neuen Anfang, einen kleinen Kick, der uns überkommt mit Vorhaben, mit neuer Motivation, frischer Energie.

So gings mir dann auch auch den ganzen ersten Monat des Jahres… Voller neuer Energie! Nachdem ich im Dezember ja leider meinen Knöchel verletzt habe und das anscheinend eine etwas länger andauernde Geschichte ist, war ich mir nicht so sicher wie das lang ersehnte Skifahren klappen wird. Aber ganz ehrlich, ein Skischuh ist wahrscheinlich 10mal stabiler als ein Gips 😉 Also hab ich natürlich nicht lange gewartet, sondern mich direkt am 1. Januar auf die Skier getraut.

Was ein Luxus: Das Skigebiet so nah zu haben. Es ist ganz ungewohnt, nicht für eine Woche am Stück Ski zu fahren, und das wars dann für das Jahr- Nein, jetzt können wir einfach immer nach Lust und Laune ab in die Berge. 🙂 Außerdem bin ich im Snow Team meiner Schule, was heißt dass ich jeden Samstag den ganzen Tag mit lauter Freunden auf den Skiern bin.

Während den 3 Wochen Winterferein habe ich einen kleinen Ausflug nach Sun Valley gemacht, zusammen mit Maria aus Dänemark und ihrer Gastfamily. Sun Valley ist DAS Luxus- (Ski)Resort, und so ziemlich alle großen amerikanischen Namen lassen sich dort regelmäßig blicken. Wir durften also ein Wochenende bei Familienfreunden verbringen, die ein rieeesiges Traumhaus in wunderschöner Lage haben, und wirklich super lieb sind. Mal wieder ein Beispiel der Gastfreundschaft und Offenheit, die ich hier so oft erlebe!

 

Okay, klingt ziemlich gut bisher oder? Ja, natürlich hat dann auch der Ernst des Lebens wieder angefangen… Wie in meinem letzten Post berichtet, geht es ja garnicht so ernst zu 😉 Aber man kennt das ja, nach längerer Zeit ohne geregelten Alltag ist das erstmal wieder ne Umstellung haha!

Für mich war der Januar aber irgendwie ein großer Schritt. Er steht nicht nur für einen Neuanfang, ein neues Jahr voller Abenteuer; für mich bedeutet er dieses Mal auch HALBZEIT! Ja, tatsächlich bin ich jetzt schon über ein halbes Jahr weg von Zuhause. An manchen Tagen fühlt es sich an, als wär eine Ewigkeit vergangen seit ich in den Flieger gestiegen bin. Und an anderen Tagen wache ich auf und muss mich immer noch kneifen, um alles zu realisieren.  Eine schlaue App auf meinem Handy verrät mir, dass ich heute 185 Tage in Amerika bin. Und in 144 Tagen wieder deutschen Boden unter den Füßen haben werde.

 

Ganz ehrlich, ich freu mich wie verrückt. Ihr alle, die mich hier so fleißig verfolgt, meine Familie, meine Freunde. Zuhause. Alles ist wieder zu Fuß oder mit dem Fahrrad oder der Bahn zu erreichen. Deutsches Brot. Mein eigenes Bett. Gerüche, Gefühle, Gedanken.

Ganz ehrlich, ich hab total Angst. Wie sagt man Auf Wiedersehen zu jemandem, wenn man nicht mal weiß ob und wann man sich wiedersehen wird? Wie verlässt man Familie, ohne das Wissen, sie in 10 Monaten zurück zu haben? Ich werde zurückkommen. Das weiß ich. Aber genauso weiß ich, dass es nie wieder so wird, wie es gerade ist.

Und ein bisschen was von allen meinen Erlebnissen, Gedanken, Gefühlen, wird für immer meins sein. Ich teile Bilder, Text hier, zum Teil kenne ich Euch, die das gerade lesen, nicht mal persönlich. Ich schreibe täglich mit lieben Leuten, die mich fragen wie es mir geht. Was ich so mache. Wie läufts denn so? Gibts irgendwas Neues?

Und ich freue mich über all das. Ich bin so dankbar, für Euch, die sich überhaupt für mein Geschwafel interessieren, für Alle, die mir schreiben und an mich denken. Aber es ist so schwer, alle Details zu erzählen. Und man will ja auch niemanden langweilen, mit jedem kleinen Pups der hier täglich so passiert. Und manchmal verliert man auch einfach den Überblick, wem man was schon erzählt hat. Manches kann man einfach nicht in Worte fassen, egal wie sehr man es versucht. Manches wird einfach nur in meinem Herzen bleiben, eine Erinnerung die ich nur mit mir selber teile.

 

Ich glaube, das ist, was sich für uns ‚Austauschschüler‘ verändert. Wir kommen nachhause, wir sind immer noch dieselbe Person, haben uns für die Außenwelt vielleicht garnicht so sehr verändert, aber wir haben alle diese Erinnerungen, Momente, Gefühle in uns. Manches wird verblassen, genauso wie ein altes Foto mit der Zeit vergilbt, Details verliert. Und manches wird bleiben, als hätte man es erst gestern erlebt. Wir sind reich, eich an Erinnerungen.

Ich wünschte man könnte alles das irgendwie teilen, übermitteln. Aber vielleicht ist es gut so, das noch niemand eine Methode dafür entwickelt hat! Wir müssen uns trauen, den Schritt ins Flugzeug wagen und einfach mal machen, anstatt immer nur darauf zu warten, dass sich etwas verändert. Und dann passiert es ganz von selbst, man muss nichts dafür machen. Ein Reichtum der kommt, wenn man bereit ist auch mal einen Schritt in die falsche Richtung zu machen. Am Ende bereuen wir nicht die Schritte, die wir gewagt haben. Sondern die, die wir nicht gemacht haben.

 

Life Update

Mein erstes Semester ist rum! Verrückt… Deshalb möchte ich Euch mal ein bisschen updaten, was mein School Life so angeht. Nach einem halben Jahr kann ich jetzt ein bisschen mehr zu Schule und allem drumrum sagen, und ich hab das Gefühl dass Schule bei Euch immer ganz gut ankommt 😉

Erstmal zu meinem Stundenplan: fürs 2. Semester hab ich ein paar kleine Änderungen gemacht:

1st period- English

Englisch macht mir ziemlich viel Spaß und ist auf dem perfekten Level für mich. Wir lesen relativ viele Lektüren (die ganzen Klassiker… gerade ist es Great Gatsby), und schreiben Aufsätze, `Journals`- ein kurzer Aufsatz zu einem Statement, meistens passend zur Lektüre. Der größte Unterschied zum Deutschunterricht, den ich gewöhnt bin ist, dass wir sehr intensiv diskutieren. Und das bedeutet hier nicht, dass die Diskussion eher ein Gespräch zwischen Lehrer und dem Streber ist, sondern hier wird debattiert, und zum Teil bilden sich richtige Fronten!

2nd period- Algebra 2

Naja, ne Matheliebhaberin werd ich in diesem Leben wohl nicht mehr, aber nach Statistik im 1. Halbjahr habe ich jetzt Algebra (Trigonometrie) und finde mich schon ein bisschen besser zurecht 😉

3rd period- Photography

Immer ein kleines Highlight des Tages! Wir haben die verschiedensten Projekte, für die wir meistens 14 Tage Zeit haben. Neben den Techniken, die wir lernen um das Beste aus unseren Kameras rauszuholen, lernen wir auch den Umgang mit Photoshop und Co. Und das Ziel ist es natürlich, ein Auge für das perfekte Motiv zu entwickeln.

4th period- CC Biology

Fast ein kleines Medizinstudium… Fast 😉 Während Physik und Chemie ja wirklich überhaupt nicht mein Fall sind, ist Bio die einzige Naturwissenschaft die mich begeistert. CC steht übrigens für Concurrent Credit, was bedeutet es wird vom zukünftigen College angerechnet. Dementsprechend hoch ist das Leistungslevel, wir lernen allerdings nur HUMAN BIOLOGY. Mit Abstand die Klasse für die ich am meisten lerne, aber auch am meisten für mich mitnehmen werde.

5th period- Economy

Wirtschaft wird hier komplett anders unterrichtet als in Deutschland. Liegt natürlich immer am Lehrer, aber hier ist es sehr am Hier und Jetzt orientiert, wir lernen gerade alles über den Stock Market, arbeiten an spannenden Projekten und natürlich gibt es auch hier viele heiße Diskussionen.

6th period- Choir

Ähm, Vera im Chor? Haha, ja, ich kanns selbst kaum glauben… Aber nur wenn ich mich out of my comfort zone wage, lerne ich was neues! Und singen gehört definitiv nicht zu meinen persönlichen Stärken, und daran wollte ich unbedingt arbeiten. Der Chor wird vom Schulleiter geleitet, ein super junger, humorvoller, energischer (im positiven Sinne 😉 ) Mann, und ich habe ehrlich gesagt super viel Spaß.

 

Ich habe ja schon berichtet, dass hier deutlich mehr Technik in den Unterricht eingebunden wird. Lehrer unterrichten basiert auf ihren Powerpoints, die auf unseren Onlineschool – Schüleraccounts gepostet werden. Wenn man also etwas nicht ganz verstanden hat, kann man alles nochmal zuhause durchlesen, Notizen ergänzen, für Klausuren lernen, etc.  Wir laden dort Hausaufgaben hoch, können den aktuellen Notenstand einsehen, wichtige Infos oder interessante Links werden gepostet, und bei Fragen man kann dort Lehrer kontaktieren. Alles in allem vereinfacht so ein Online- Programm wirklich ein Schülerleben (und das eines Lehrers!), und ich bin gespannt, wie lange unser Deutsches Schulsystem wartet bevor es auch hier.. ehm dort… (!? Verwirrung 😀 ) eingeführt wird!

Ansonsten geht der Schulalltag hier ziemlich schnell rum- klar, Schule ist jeden Tag um 14 Uhr aus und ich habe nur 6 Fächer, jeden Tag dieselben… Aber anders als ich gedacht habe, wird es nicht langweilig! Man lernt zwar nicht so breitgefächert, dafür aber viel mehr in den Klassen, die man gewählt hat. Und bei mind. 6h die Woche, die man mit jedem einzelnen Lehrer verbringt, ist die Bindung zwischen Lehrern und Schülern auch eher auf einer freundschaftlichen Basis und die Stimmung im Klassenraum deutlich lockerer! Natürlich sind Lehrer immer noch die ‚Alphatiere‘ und haben das Sagen, keine Sorge 😉

Ich gehe hier wirklich gerne in die Schule … naja, meistens… und habe das Gefühl, viel mehr von Lehrern unterstützt zu werden. Es geht nicht nur darum, den Lehrplan so schnell wie möglich abzuarbeiten, sondern uns Schülern das Material wirklich näher zu bringen und dabei vielleicht sogar noch Spaß zu haben. 🙂

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Dezember

Der letzte Monat in 2015…

Angefangen hat er sehr gut, mit meinem17. Geburtstag. Das ist so einer von den ‚kritischen Tagen‘, wie wir Austauschschüler vor unserem Abflug gewarnt wurden. Bei mir war es aber dann ganz und gar nicht kritisch 😉 Die ganze family kam, Freunde haben mit mir gefeiert und der Tag ging eigentlich viel zu schnell rum. Zwischendurch noch schnell ein Blick aufs Handy, ein Skype-Telefonat mit Mama und Papa; da bleibt garkeine Zeit nostalgisch zu werden. Vielen Dank auch hier nochmal für die zahlreichen Glückwünsche, Briefe und Päckchen die mich erreicht haben… Wahnsinn!

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Außerdem habe ich zum Anfang des Monats endlich wieder mit Leichtathletik angefangen. Hier in den USA sind die Sportarten ja nach Jahreszeit aufgeteilt, und Leichtathletik, oder Track & Field, beginnt eigentlich erst mit den Osterferien. Ein großer Verein bietet aber jetzt schon Indoor Track als Vorbeitung an, und das hab ich mir natürlich nicht zweimal sagen lassen! Zwei Wochen habe ich dann auch schön trainiert aber dann prompt meinen Knöchel verletzt… Naja, bisher ist alles so glatt gelaufen, da musste jetzt mal was negatives passieren 😉

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Durch den schmerzenden Fuß war ich dann die ersten Tage ans Bett gefessert oder habe im Wartezimmer gesessen (amerikanische Ärzte… auch eine Erfahrung wert 😮 ) und habe die letzte Woche Schule mitsamt Finals verpasst. Finals? Was ist das denn? Jaaa, genauso ging es mir auch erst haha! Finals sind die finalen Prüfungen am Ende des 1. Semesters, die quasi alles gelernte noch einmal abfragen. Während der weit und breit gefürchteten ‚final week‘ hat man dann keinen normalen Unterricht, sondern jeweils 2 zweistündige Prüfungen mit einer Pause dazwischen.

Naja, Glück im Unglück für mich sozusagen, ich ‚durfte‘ die Prüfungen dann zuhause nachholen 😉

Ja, und dann kam auch schon Weihnachten… Ich hab euch ja schon ein bisschen im vorherigen Post berichtet- wir hatten sehr schöne, familiäre Feiertage und sogar weiße Weihnachten! Das schönste Geschenk? Für mich: All meine Liebsten! Egal wo auf der Welt, ich bin so froh und dankbar für die besonderen Menschen, die mich umgeben oder aus der Ferne für mich da sind. ❤

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Wem geht es eigentlich zwischen Weihnachten und Silvester auch so, dass man irgendwie garkeine Orientierung hat welcher Tag heute ist und was man denn am besten mit sich anfangen könnte? Man ist so mit warten auf das neue Jahr beschäftigt, dass die letzten Tage im alten Jahr total untergehen! Übrigens mein Jahresvorsatz für 2016: Weniger warten, und dafür den Moment genießen. Ich muss mich selbst immer mal wieder daran erinnern. Wartet man nicht irgendwie dauernd? Unter der Woche aufs Wochenende, im Winter auf den Sommer, mit Vorsätzen aufs neue Jahr… Dabei kann man dabei die besten Dinge verpassen!

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Silvester habe ich auf jeden Fall schonmal genossen, zusammen mit lieben Freunden. Ehrlich gesagt ist Neujahr für die meisten Menschen hier ’no big deal‘, viele verschlafen den Start ins neue Jahr einfach. Oder man sitzt vor dem Fernseher und schaut die Liveübertragung des traditionellen ball drops in New York.

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Ich wünsche jedem von Euch ein tolles 2016, viel Gesundheit und tolle Momente! Vielleicht schaffen wir es ja alle, öfter mal aufzuhören über alles nachzudenken, was gestern, morgen oder nächste Woche passiert und einfach mal hier und jetzt zu genießen.

6 Unterschiede… Weihnachten

Erstmal ein riesengroßes SORRY für meine Abwesenheit die letzten Wochen… Neben Vorweihnachtsstress haben wir momentan kein Wlan, und das macht alles ein bisschen langsamer! Ich ‚leih‘ mir sozusagen gerade das Internet bei Freunden aus, um mal wieder was von mir hören zu lassen.

Jetzt ist Weihnachten auch schon wieder rum, irgendwie geht das dann immer viel zu schnell oder? Ich hoffe, Ihr alle habt schön mit den Liebsten gefeiert und konntet die Feiertage genießen!

Wir hatten hier auf jeden Fall eine gute Zeit und natürlich gibt es wieder ein paar Unterschiede, die ich so festgestellt habe – diesmal aber nicht ganz 10 🙂

1). Fangen wir mal mit der Deko an: Pünktlich am Tag nach Thanksgiving wird hier alles festlich geschmückt. Und zwar nicht nur im Haus, nein, die Nachbarn sollen ja auch schön an der tollen Deko teilhaben! In den meisten ‚Neighborhoods‘ übertrifft eine Hausbeleuchtung die andere. Und wir reden hier nicht von ein bisschen Lichterkette… Rund um Weihnachten denkt hier wirklich niemand an die Stromrechnung! Eine Lieblingsbeschäftigung an einem kalten Winterabend: Alle Kids mit heißem Kakao ins Auto packen und durch die Nachbarschaft fahren, um die allerschönsten Christmas Lights zu entdecken 😉

2). Advent, Advent… Dieser Punkt hängt ein bisschen von Religion und persönlicher Tradition innerhalb der Familie ab, aber ich habe dieses Jahr tatsächlich kein Advent gefeiert. Schon ein bisschen ungewohnt! Wir wurden aber trotzdem dank meiner deutschen Verwandtschaft (ein großes Dankeschön an Christian & Gretel!!! ❤ ) mit tollen Adventskalendern versorgt und meine Mädels haben es geliebt.

3). Die Tradition rund um Nikolaus scheint wirklich sehr europäisch zu sein… (Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wo Nikolaus seinen Ursprung hat 😮 ) Auf jeden Fall kennt man das hier nirgends. Zu schade!

4). Auch die Plätzchen unterscheiden sich ziemlich in verschiedenen Ländern! Ich würde sagen dass Butterplätzchen so ziemlich international sind, aber abgesehen davon habe ich nichts entdeckt, was mir bekannt vorkam. Generell gibt es in vielen Haushalten weniger Cookies und dafür mehr Candy: Fudge, Peanut Brittle, Butter Toffee… Zumindest wars in meinem Haushalt so 😉

5). Wenn es dann endlich soweit ist, wird Weihachten erst so richtig am 25. Dezember gefeiert. Statt Heiligabend gibts hier Christmas Morning!  Wenn man kleine Geschwister hat, kann der Morgen dann auch schon mal sehr früh beginnen, aber davon abgesehen hat es echt Vorteile, tagsüber zu feiern.Trotzdem gehört der 24. natürlich auch hier zu Weihnachten dazu, wir hatten ein großes Treffen mit der Familie, Gottesdienst und anschließendem Festmahl.

6). Wie im Film kommt der Weihnachtsmann hier durch den Kamin, und füllt die Stockings… Das ist sozusagen der Nikolaus-Ersatz:  Große „Strümpfe“, die mit allerlei Kleinigkeiten gefüllt sind.

Ihr seht, es gibt Unterschiede, aber alles in allem laufen die Weihnachtstage an sich doch gar nicht so anders ab!

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