Community Service Day & some thoughts

Letzten Freitag hatten wir keinen normalen Unterricht, sondern einen sogenannten Community Service Day – alle High Schoolers wurden in Kleingruppen aufgeteilt und einem bestimmten Projekt zugewiesen. Das konnte innerhalb der Schule sein, oder auch an einem anderen Ort rund um Nampa.

Meine Gruppe hat für 6 Stunden ‚Hands of Hope‘ unterstützt. Das ist eine Organisation, die Sachspenden von Krankenhäusern, Firmen und Privatleuten annimmt; Hauptsache sie haben einen medizinischen Zweck. Die Spenden müssen dann sortiert, geordnet, verpackt, und anschließend verschickt werden. Hands of Hope hat so ziemlich überall auf der Welt Verbindungen und schon so Einiges erreicht; sei es ein komplett neues Krankenhaus in Afrika, dass dank ihnen mit allem, was ein Medizinerherz begehrt, ausgestattet werden konnte; oder Hilfe in Krisengebieten.

Wir durften also alles Mögliche machen, und haben den Menschen dort geholfen, wo wir nur konnten. Da alle dort ehrenamtlich und neben ihrem Hauptjob arbeiten; konnten sie auf jeden Fall Unterstützung gebrauchen und haben am Ende gesagt, wir hätten ihnen die Arbeit von mindestens zwei Wochen abgenommen… Ob das stimmt oder nicht, bleibt jetzt jedem mal selbst überlassen 😉 aber wir haben definitiv so einige 100 Kisten gepackt; und das Gefühl, jemandem (oder in dem Fall vielleicht sogar ganz vielen) geholfen zu haben, ist einfach unbezahlbar!

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Generell fällt mir immer wieder auf, wie hilfsbereit Menschen hier sind. Man unterstützt sich gegenseitig; als Selbstverständlichkeit. Das Wort Community wird ernstgenommen, wir bilden eine Gemeinschaft, ohne Ausnahmen.

Ich kriege hier nicht besonders viel mit von der Situation in Europa, manchmal kommt eine kleine Information herübergeschwappt. Deshalb möchte ich mich auch nicht wirklich dazu äußern, habe viel zu wenig Ahnung dafür.

Aber ich kann sagen, dass ich DANKBAR bin. Für all die Menschen hier, die mich mit offenen Armen empfangen, mich willkommen fühlen lassen. Danke, an meine Gastfamilie, dass Ihr mir ein Zuhause gebt und Liebe schenkt. Danke an meine Freunde hier, die mir so schnell ans Herz gewachsen sind.

Das, was ich hier erleben darf, ist kostbar; nicht selbstverständlich. Ich weiß das zu schätzen. Ich bin offen für Neues, vor allem aber sind die Menschen hier offen für neue Kulturen, neue Erfahrungen. Ich bin ein Part der Community.

Und ich bin traurig, dass so viele Menschen gerade das Gegenteil erleben. Ich glaube, jeder Einzelne von uns kann bestätigen, dass es kein schönes Gefühl ist, ausgegrenzt zu werden. Ein Outsider zu sein.

Wenn ich bisher eine Sache gelernt habe, dann ist es, Unterschiede zu akzeptieren. Wir sind nunmal anders, bilden Kontraste. Wie ich damit umgehe? Ich versuche, nicht zu urteilen. Natürlich sind manche Dinge hier so komplett das Gegenteil von dem, was ich gewohnt bin. Besser? Schlechter? Einfach nur ANDERS!

Wie ein bunter Blumenstrauß. Jede Blume hat ihre einzigartige Schönheit; Alle zusammen bilden sie eine gemeinsame, unschlagbare Community.

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