April

Mit dem 1. April ist die Skisaison – sehr zu meinem Bedauern-  zu einem Ende gekommen. Ich kann ganz ehrlich sagen, dass Skifahren in den Gebirgen Idahos eine meiner Lieblingserfahrungen war. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl auf dem Gipfel zu stehen, die Stadt zu deinen Füßen, und zu realisieren wie klein und unbedeutend du doch eigentlich bist. Ich glaube, wir alle tendieren manchmal dazu, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Momente wie diese, wenn der kalte Wind Tränen in die Augen treibt und wie kleine Nadelstiche auf der Haut schmerzt, bringen mich zurück auf den Boden der Tatsachen. Auch wenn sich Skifahren manchmal fast ein bisschen nach Fliegen anfühlt, es schafft es jedes Mal, mich tief mit der Erde zu verbinden.

 

Außerdem zu einem Ende kommen musste leider die Track-Season. Erinnert ihr euch noch an meinen Unfall im Dezember? Ich habe meinen Knöchel verletzt gehabt, und war ganz optimistisch dass alles ganz schnell wieder gut wird… naja, leider war ich etwas zu voreilig. Ärzte haben seltsamerweise immer noch nicht herausgefunden, was genau das Problem ist, aber ich musste gezwungenermaßen mit jeglichem Joggen/Rennen/Sprinten aufhören. Ein Rückschlag für mich, und die Entscheidung ist mir bestimmt nicht leicht gefallen. Aber Gesundheit geht immer vor!

Und dann hab ich mich zwischen all dem auch noch von meiner langen Mähne getrennt! Ewig hatte ich hin und her überlegt- Haare ab? Oder doch lieber bei lang bleiben? Oder doch ab? Oder lang? Schlussendlich habe ich mich dann endlich überwunden und fühle mich super wohl. Manchmal muss einfach eine Veränderung her, und die letzten Wochen habe ich mich selber nicht mehr sehen können. Es ist ein bisschen wie Metamorphose… ich, meine Denkweisen, meine Persönlichkeit haben sich verändert, und ich hatte das Gefühl, ich muss das jetzt auch optisch klar machen.

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Seit dem 2. Semester bin ich ja Teil unseres Schulchors, und Anfang April sind wir als letzte Vorbereitung auf das jährliche State-Festival auf einen Kurztrip nach Utah gefahren. Ich war super gespannt für immerhin drei Tage einen anderen Staat zu besichtigen und habe es echt genossen. Naja, so anders siehts in Utah – Idaho’s Nachbarstaat- natürlich nicht aus… Aber da der größte Anteil an Mormonen aus ganz USA in Utah lebt, findet man dementsprechend viele Tempel, die zum Teil echt architektonische Highlights bieten.

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Das böse Sprichwort über April-Wetter trifft hier in Idaho nicht wirklich zu… Außer ein, zwei bewölkten Tagen war dieser Monat wirklich fast schon Sommer! Also wurden die Wochenenden und freien Nachmittage so viel wie möglich im Freien verbracht.

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Ich habe eine nette Nachricht von meiner amerikanischen Organisation bekommen: „Dein Jahr in Amerika ist fast vorbei. Jetzt ist die Zeit, um die letzten Dinge auf deiner To-Do Liste abzuhaken!“  Wahrscheinlich habe ich mittlerweile oft genug betont dass mein Zeitgefühl völlig außer Kontrolle geraten ist. Und ich werde erst realisieren dass all dies hier zum Ende kommt, wenn ich im Flugzeug in Richtung Deutschland sitze. Wer weiß, vielleicht noch nicht mal dann… Aber so lange nehme ich mir den Rat zu Herzen, genieße jeden Tag hier und bin einfach nur unglaublich froh und dankbar, hier sein zu dürfen.

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