Mai

Angefangen hat der Mai mit einem Event dass so ziemlich das Highlight eines jeden Austauschschülers ist (oder vielleicht besser gesagt – einer jeden Austauschschülerin 😉 ) : Prom! Der Highschool-Ball wird hier in den USA sehr ausführlich zelebriert, angefangen mit dem Prozess dass das Mädchen von einem Jungen in  hoffentlich kreativer Art und Weise gefragt wird, ob sie mit ihm zum Prom gehen möchte; über Kleid-shopping (das ist fast komplizierter als Brautkleid-suche meine Lieben); und dann natürlich der Tag der Tage… Falls Ihr das mittlerweile noch nicht rausgehört/-gelesen habt, ist mir passiert was passieren musste – ich bin auf Wolke 7 gelandet 🙂 Und obwohl der junge Mann noch nicht mal Amerikaner ist, hat er die Prom-Prüfung erfolgreich bestanden und wir hatten einen echt wunderschönen Abend!

 

 

Außerdem habe ich Anfang des Monats im Rahmen meiner College Biology Klasse die Chance bekommen, an einer Leichensizierung teilzunehmen. Nach einem Schuljahr mit intensivsten Details über den menschlichen Körper war diese Erfahrung ein richtig interessanter und lehrreicher Abschluss – und zu meiner Überraschung überhaupt nicht seltsam oder ekelhaft. Unsere Klasse hat eines der Colleges hier in Nampa besucht und unter Leitung der dortigen Medizinstudenten die Sizierung durchgeführt. Für mich war der Tag wirklich eine besondere Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde.

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Nach der Leichensizierung am College ‚durften‘ wir dann die nächsten drei Wochen Katzen sizieren – da verschone ich Euch jetzt aber mit Bildern. Unvorstellbar an Deutschen Schulen war aber auch das eine lehrreiche Erfahrung. Die gelernten Informationen in ‚live‘ zu sehen und entdecken hilft wirklich 100mal mehr als alles auswending zu lernen!

Außerdem sehen durfte ich noch mehr von Idaho. Zusammen mit tollen Menschen war ich campen am Red Fish Lake und hatte, so ganz abgeschnitten von der Außenwelt ohne Internet, fließendes Wasser und Make-up, ein wundervolles Wochenende. Die Berge, „Sawtooth Mountains“, werden übrigens auch die Alpen Amerikas genannt 😉

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Zwischen weiteren, mehr oder weniger aufregenden Ereignissen (Krankenhausaufenthalte von Freunden, die leider nur mehr meine negativen Erfahrungen mit dem U.S. Gesundheitssystem unterstrichen haben; Roadtrips mit Freunden; Shopping 😉 ; etc.) wurde dann viel Zeit mit Lernen verbracht. Da ich ja hier in der Schule als Senior gezählt werde – also im Abschlussjahrgang bin- habe ich quasi mein Amerikanisches Abi gemacht und das war stressig (wenn auch lange nicht so stressig wie Abitur in Deutschland 😮 ) aber eine gute Erfahrung. Ich musste mal wieder feststellen, wie sehr mein Talent, Dinge aufzuschieben zum Verhängnis werden kann… 😀 Keine Sorge, ich hab alles geschafft und sogar ziemlich gut abgeschnitten! Und dann, nach zwei Wochen Stress und Studieren auf Hochtouren kam der Tag der Tage: Graduation! So ziemlich jeder kennt wahrscheinlich das typische ‚Cap & Gown‘ Outfit und die traditionelle Zeremonie, und ich kann bestätigen dass meine Graduation wirklich ziemlich genau so wie in den Filmen abgelaufen ist. Leider habe ich die offiziellen Bilder  (noch) nicht bekommen, aber hier gibt es ein paar Handy-Schnappschüsse:

Ich kann nicht glauben, dass mein Schuljahr hier auf der Victory Charter High School tatsächlich schon zu Ende ist. Wer sich noch an die Schul-Blogposts erinnert, weiß dass ich trotz vieler Unterschiede die Amerikanische Unterrichtsweise sehr genossen habe und die Schule eine bedeutende Rolle in meinen Erfahrungen spielt. Ich bin so unbeschreiblich dankbar, dass die Schule so vielen internationalen Schülern, ‚foreigns‘ wie wir liebevoll genannt werden, die Möglichkeit gibt, ein Jahr authentisches Amerika zu erleben und uns unterstützt wo sie nur kann. So viele Menschen habe ich auf dem Schulcampus getroffen, Freundschaften geknüpft, habe gelernt, gezweifelt, gelacht und bin gewachsen.

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Jetzt ist mein letzter Monat dieses Austauschjahres angebrochen. Es ist quasi unmöglich, die Gefühle und Gedanken die in mir vorgehen zu beschreiben. Ich freue mich so sehr, zurück zu kehren, nach Hause. Aber – Zuhause, dass ist jetzt nicht mehr nur ein Ort. Und deshalb fällt der Abschied so schwer. Ich genieße meine letzten Wochen hier so gut wie ich kann, nutze jede Chance die sich mir bietet, und lebe den Moment. Bis Bald!

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2 Gedanken zu “Mai

  1. Liebste Vera, was für eine wunderschöne Natur habt Ihr da oben in Idaho…und was für einen tollen Sommer…! Davon können wir hier derzeit nur träumen! Ich wiederhole mich in meinen Kommentaren- langweilig!! Gerade habe ich mich schnell noch mal durch die bisherigen Beiträge gescrollt- die Fotos…es ist wirklich unglaublich- Du strahlst immer!! Ich kann es nicht erwarten, Dich zurückzuhaben und gleichzeitig kann ich verstehen, dass Du Dich dort losreißen musst…an dieser Stelle nochmals auch von uns Eltern ein riesengroßes Dankeschön an Alle dort in Idaho, die dazu beitragen haben, dass Du Dich so heimisch fühlst- in erster Linie an Familie Denning, an Deine Freunde und deren Familien, an das Schulteam, an das Land…warum erwähnen eigentlich hier alle immer nur die ollen potatos?? Bis baldigst!!

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